26 April, 2017

  • Boardgamegeek
Angespielt: Evolution
Photo Credit To Schmidt Spiele

Angespielt: Evolution

Die Evolution ist gnadenlos. Genau das vermittelt uns auch das Kartenspiel Evolution von Schmidt Spiele. Wer nicht frisst, wird gefressen oder verhungert bis zum aussterben. Wie mir Evolution nach 2 Partien gefallen hat? Das erfährst du hier!


Die Evolution – Alles klar geregelt

Der Beginn einer neuen Evolution.
Der Beginn einer neuen Evolution.

Evolution ist ein Kartenspiel für 2-5 Spieler von Schmidt Spiele. Die Regeln sind logisch und eingängig. Jeder Spieler startet mit einer Tierart, welche die Werte Population und Körpergröße (zu Beginn beides 1) besitzt. Des Weiteren hat jeder Spieler 4 Handkarten, welche Eigenschaften für die Tierarten darstellen. Zu Beginn einer Runde, wird eine dieser 4 Handkarten verdeckt in die Mitte auf das Wasserloch – die Nahrungsquelle für Pflanzenfresser – gelegt. Danach können die Spieler reihum – beginnend mit dem Startspieler – ihre Karten ausspielen.

Eine Karte kann entweder verdeckt zu einer Tierart ausgespielt werden, dann nach dem Aufdecken die Eigenschaft, welche auf der Karte aufgedruckt ist, zu der Tierart – Jede Tierart kann maximal 3 Eigenschaften besitzen. Eine Karte kann aber auch offen abgelegt werden um entweder: 1) Die Körpergröße einer Tierart um 1 zu erhöhen; 2) Die Population einer Tierart um 1 zu erhöhen; oder 3) eine neue Tierart mit Körpergröße und Population 1 zu gründen.

Hat jeder Spieler seine Karten benutzt – man darf auch Karten auf der Hand behalten für spätere Runden – dann wird das Wasserloch ausgewertet. Jede der dort verdeckt liegenden Karten wird aufgedeckt und ihr Zahlenwert oben links wird untereinander addiert. Die Summe ist die Zahl der verfügbaren Nahrung am Wasserloch und so viele Pflanzenplättchen werden in das Wasserloch gelegt. Nun werden alle Eigenschaftskarten aufgedeckt und angeschaut, wie sich die Tiere entwickelt haben. Dieser Moment kann so manchen Plan zunichte machen.

Die letzte Phase ist das Fressen. Reihum, frisst jeder Pflanzenfresser eine Nahrung aus dem Wasserloch. Ist ein Fleischfresser dabei, so muss(!) dieser ein anderes Tier angreifen, wenn er an der Reihe ist. Bei einem Angriff gilt: Er muss in Körpergröße größer sein, als das Tier, welches angegriffen wird. War der Angriff erfolgreich, erhält der Fleischfresser Nahrung (Fleisch) in Höhe der Körpergröße des Angegriffenen. Der Angegriffene muss seine Population um 1 verringern. Wird nun die Population (theoretisch) auf 0 verringert, stirbt die Tierart aus. Der Spieler, zu dem die Tierart gehört, erhält zu Beginn des nächsten Zuges eine neue Tierart und darf so viele Karten vom Stapel ziehen, wie die Tierart Eigenschaften besaß.

Es wird so lange gefressen, bis jedes Tier satt ist. Das  bedeutet, bis es so viele Nahrungsmarker hat wie die Population groß ist. Dann beginnt die nächste Runde.


Meine Tiere sind hungrig!

2015-05-02 21.12.16
Meine beiden Tierarten

Unsere letzte Runde lief recht spannend ab, daher möchte ich diese hier kurz schildern, damit du einen Einblick in das Spiel hast. Ich begann das Spiel mit einer Tierart, welche ich sofort zum Fleischfresser machte und die Population und Größe um jeweils 1 erhöhte. Sinn war es, im Falle eines Angriffs nicht sofort auszusterben und mit Körpergröße 2 bei einem 4 Spieler-Spiel mindestens ein Opfer zu haben. Doch das ging grandios schief. Durch unterschiedliche Schutzfertigkeiten, wie den Schutzpanzer oder eine gleich große Körpergröße, konnte ich in der ersten Runde niemanden angreifen – meine Tierart verhungerte und starb noch in der ersten Runde aus – ziemlich schlechter Start. Die Pflanzenfresser meiner Mitspieler konnten sich in der Zwischenzeit ganz schön den Bauch vollstopfen und sich entwickeln.

Ich startete die folgende Runde also mit 5 Karten. 3 normal, 1 für meine Tierart und 1 weitere, weil meine Tierart mit einer Eigenschaft ausstarb. In den folgenden Runden versuchte ich also ebenfalls erfolgreiche Pflanzenfresser aufzubauen. Meine Mitspieler hatten natürlich schon Vorteile in der Population bzw. den Eigenschaften. Die Fähigkeit Langhals war oft im Spiel, welche es erlaubt zu Fressen, bevor alle anderen Fressen, des Weiteren kommt das Fressen aus dem allgemeinen Vorrat und nicht aus dem Wasserloch. Dies kombiniert mit Vielfraß – welches erlaubt immer(!) 2 zu fressen – wurde ziemlich mächtig. Da wir bis zur letzten Runde keine Fleischfresser mehr im Spiel hatten. Solche Kombinationen blieben mir leider verwährt. Ich zog einfach nicht die richtigen Karten dafür. Als ich dann zu einer zweiten Tierart überging und deren Population auf 2 erhöhte, war die Nahrung knapp. Somit verhungerte diese junge Tierart ebenfalls sofort. 2 verhungerte Tierarten in einem Spiel ist wirklich heftig, diesen Verlust konnte ich nicht mehr aufholen.


Mein erstes Fazit

4-Spieler Evolution
4-Spieler Evolution

Evolution ist ein spannendes, sehr thematisches Kartenspiel. Das Feeling der Evolution, des Fressen und Gefressen werden, kommt wirklich rüber. Ein gewisser Glücksfaktor ist natürlich dabei, doch dieser ist auch in der Evolution vorhanden. Nach zwei Spielen bin ich wirklich froh, dass Evolution in unserem Freundeskreis vorhanden ist, da es durch einfache Regeln und kurze Spielzeit auch für Familienspieler geeignet sein sollte. Die kurze Spielzeit tut ihr übriges. Evolution kann ich wirklich empfehlen.

About The Author

Hallo, ich bin der Alex, 1991 geboren und habe Boardgamejunkies ins Leben gerufen. Seit gut 5 Jahren liebe ich Gesellschaftsspiele und alles was damit zu tun hat und fröne dieser Leidenschaft hier. Mein Ziel? Gute Spiele spielen und besprechen und die Szene beleben und unterstützen.

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1 Comment

  1. Sebastian

    Ein paar Ergänzungen bzw. Klarstellungen:

    Die Summe der Zahlen auf den Karten, die ins Wasserloch gelegt werden, ergibt die Pflanzennahrung, die in dieser Runde zum Wasserloch hinzugefügt wird. Es kann sein, dass aus der vorigen Runde noch Nahrung übrig ist, die dadurch ergänzt oder im Falle einer negativen Summe verringert wird (es gibt auch Karten mit negativen Zahlenwerten!)

    Wenn eine Tierart ausstirbt erhält der Spieler nur dann zu Beginn der nächsten Runde eine neue, wenn es seine letzte Tierart gewesen ist.

    Die Fressen-Phase endet entweder, wenn alle Tiere satt sind, oder keine Nahrung mehr verfügbar ist, weil das Wasserloch kahl gefressen bzw. keine reguläre Beute für die Fleischfresser vorhanden ist. Alle Tierarten, die noch nicht „satt“ sind, müssen ihre Population dann entsprechend verringern.
    Hat eine Tierart gar nichts gefressen sinkt die Population also auf 0 und sie stirbt aus.

    Ich finde Evolution grandios, und ich bin froh, dass das Spiel in dieser zweiten Partie bei allen Spielern auch noch einmal wesentlich besser ankam als bei der ersten. Fleischfresser zu spielen ist nicht immer ganz einfach – man muss seine Tierarten ständig anpassen. Evolution eben! ^^

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