Rezension: Raptor
Photo Credit To Pegasus Spiele

Rezension: Raptor

Dinosauer! Es gibt viel zu wenig Brettspiele mit Dinosaueriern als Thema! Mit Raptor von den beiden Brunos (Faidutti und Cathalla) gibt es nun endlich ein Spiel mehr mit solchen Thema.

In Raptor verteidigt eine Raptoren-Mama ihre Raptoren-Babys gegen böse Forscher, die die Babys gefangen nehmen wollen. Es ist ein asymetrisches Taktikspiel, dass über Aktionskarten gesteuert wird.

Welche Mechanismen stecken dahinter?

Die Karten lösen unterschiedliche Aktionen und Fähigkeiten aus, jede Karte hat zusätzlich einen Wert, welcher entscheidet, welche Karte zuerst ausgeführt wird. Quasi eine Initiative. Jeden Kartenwert gibt es nur 1 Mal, somit kann man sich merken, welche Karten der Gegner noch hat- das sogenannte Kartenzählen wird hier also relevant. Das Spiel gewinnt also mit mehr Erfahrung an taktischer Tiefe hinzu, da man die Möglichkeiten des Gegners besser einschätzen kann.

Ansonsten haben wir ein asymetrisches Spielerlebenis. Dino-Mama gegen Forscher. Unterschiedliche Fähigkeiten, unterschiedliche Bedingungen, unterschiedliches Spielgefühl?

Mitnichten. Denn mechanisch sind beide Seiten gleich und sonderlich Thematisch ist es eben nicht. Ich muss meine Taktik an meine Möglichkeiten anpassen, das war es aber auch schon. Schade, denn ich hatte wirklich gehofft, dass Raptor sein, sich eben mehr wie ein Raptor anfühlt.

Thema?

Und jetzt kommt der Hammer: Ich war anfangs vom Thema fasziniert und sehe es jetzt durchaus kritisch. Im Prinzip wird darin die Ausbeutung von Tieren – übertragen von bedrohten Tieren – durch skrupellose Menschen thematisiert. Ich möchte hier nicht den Moralapostel spielen, meine Kritik geht dahingehend dass dies für mich, so wie es sich im Spiel manifestiert, kein schönes Thema ist. Es bringt mir keinen zusätzlichen Spielspaß, ganz im Gegenteil sogar. Das ist sicherlich eine Art Doppelmoral wenn ich gleichzeitig liebend gerne Menschen aufeinanderhetze und sogar den 1. Weltkrieg nachspiele, aber hier geht es um Tiere, das berührt bei mir eine andere Stelle und geht bei meiner Partnerin so weit, dass sie es gar nicht mehr spielen will.

Material & Illustrationen

Die Miniaturen sind ganz nett, insgesamt finde ich aber den gesamten Artwork-Stil von Raptor nicht ansprechend, aber das geht mir mit allen Vincent Dutrait Spielen so, womit das Spiel eine weitere meiner Hürden nicht wirklich passiert. I’m sorry, aber Raptor und ich, das sollte wohl nicht sein.

Bewertung

Thema, Illustration und letzt endlich die Spielmechanik konnten mich nicht überzeugen. Raptor ist sicherlich ein interessantes 2-Personen Spiel, für mich reicht interessant aber schon lange nicht mehr aus.

Mittelmässiges Spiel

About The Author

Hallo, ich bin der Alex, 1991 geboren und habe Boardgamejunkies ins Leben gerufen. Seit gut 5 Jahren liebe ich Gesellschaftsspiele und alles was damit zu tun hat und fröne dieser Leidenschaft hier. Mein Ziel? Gute Spiele spielen und besprechen und die Szene beleben und unterstützen.

Related posts

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmst du der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Mit der Benutzung dieser Website stimmst du dem setzen von Cookies zu. Dies geschieht um dir das optimale Erlebnis auf dieser Webseite bieten zu können.

Schließen