19 Oktober, 2017

  • Boardgamegeek
Was ein Mist! Death Note – Netflix Verfilmung

Was ein Mist! Death Note – Netflix Verfilmung

Death Note war eine meiner Einstiegsdrogen in die Welt der Erwachsenen Animes. Die Mischung aus Krimi und Fantasy rund um Light Yagami, den Shinigami (Todesgott) Ryuk und L den Meisterdetektiv ist unfassbar spannend und fesselt regelrecht an den Fernseher.

Als ich hörte, dass Netflix eine Realverfilmung plant, war ich neugierig. Es gibt schon zwei japanische Realverfilmungen die ok waren. Sie behielten im Rahmen von 1 1/2 Stunden die grobe Storyline bei und brachen nicht mit dem Meisterwerk.

Jetzt schaute ich mir die Netflix Verfilmung an und ich hatte selten das Gefühl 1 1/2 Stunden so verschwendet zu haben. Death Note wurde von Japan nach Amerika verschoben – ok, damit kann ich leben. Die Charaktere heißen weiterhin Light, Ryuk und L, also auch in Ordnung und optisch macht der Film durchaus einiges richtig, auch wenn die Splatterszenen nicht sein mussten und in der Vorlage ebenso nicht vorkommen. Des Weiteren sahen diese eher billig aus.

Wo ich ein ganz großes Problem mit habe ist der Spannungsaufbau und die Storyline. Eine Serie in einen Film zu pressen ist nie einfach und gerade Death Note lebt davon, dass die Schlinge um Light Yagami immer enger wird und er immer heftiger handeln muss, um sein Töten mittels Death Note zu verschleiern. Dabei wird aber sehr deutlich wie genial und skrupellos Light ist. Er würde alles opfern, um sein Ziel zu erreichen. Einzig sein Vater scheint einen gewissen Schutz zu genießen. Freundin? Egal – nur eine Schachfigur im Spiel um den Tod.

Was sich im Anime alles langsam aufbaut, kommt im Film entweder gar nicht vor oder wird auf ein Minimum eingedampft. Light und große Heimlichtuerei? Fehlanzeige. Emotionen? Ja und zwar viel zu viele. Light hat von Anfang an eine Freundin mit welcher er zusammen mordet. Die beiden sind Bonnie & Clyde mit der Mission zu töten. Dabei wird das ganze als Liebesromanze auf die Spitze getrieben, nur damit er sie am Ende doch fallen lässt. Was einem als Zuschauer aber herzlich egal ist, Bindung konnte eh keine Aufgebaut werden.

Das komplette Katz und Maus Spiel zwischen der Polizei, L und Light wird einfach weggelassen. L äußert Plump die Anschuldigung das Light „Kira“ – der Spitzname für denjenigen der die Verbrecher der ganzen Welt umbringt – wäre, Ende. Mehr passiert quasi nicht. Im Anime hat L Light im Verdacht, doch beide sind Genies. Sie spielen miteinander, freunden sich sogar an und versuchen doch sich die ganze Zeit zu überlisten. Das ganze ist Spannung pur während im Film alles davon fehlt.

Splatter, Lovestory und ein bis zur Unkenntlichkeit entsteller Plot, das ist alles was Death Note für Fans des Animes zu bieten hat.

Schade!

About The Author

Hallo, ich bin der Alex, 1991 geboren und habe Boardgamejunkies ins Leben gerufen. Seit gut 5 Jahren liebe ich Gesellschaftsspiele und alles was damit zu tun hat und fröne dieser Leidenschaft hier. Mein Ziel? Gute Spiele spielen und besprechen und die Szene beleben und unterstützen.

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