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Rezension: Luxor – Die vergessenen Schätze

In Luxor treten wir im Wettstreit mit unseren Abenteurern gegen die Abenteurer der Mitspieler an. Dafür laufen wir durch eine Pyramide bis zur Grabkammer. Wer auf dem Weg die wertvollsten Schätze einsammelt, gewinnt das Spiel.

Transparenzinfo
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar von . Siehe hierzu unsere Transparenzinformationen.

Spielablauf

Wir starten am Eingang der Pyramide mit 2 Abenteurern und bewegen diese über einen ringförmigen Weg bis zur Grabkammer. Unterwegs schalten wir 3 weitere Abenteurer frei, die dann ebenfalls am Eingang starten.

Die Bewegung wird dabei durch einen ebenso einfachen, wie interessanten Mechanismus ausgelöst. Wir haben 5 Karten auf der Hand, deren Reihenfolge wir nicht verändern dürfen. Von diesen Karten wählen wir dann entweder die Karte ganz rechts oder ganz links und bewegen uns so viele Felder, wie die Zahl auf der Karte angibt. Am Zielpunkt führen wir dann ggf. noch eine Aktion aus und ziehen dann eine neue Karte nach. Diese wird dann in der Mitte der 4 Handkarten einsortiert. Somit erhalten wir dann im nächsten Zug eine neue Karte ganz links bzw. rechts, die vorher an zweiter Stelle lag. Mit diesem Mechanismus kann man also schon im voraus planen, wie unsere nächsten Züge aussehen können.

Die Aktionen am Zielort hängen vom dort liegenden Plättchen ab. Diese werden zu Beginn des Spiels zufällig verteilt.

Liegt dort ein Schatzplättchen, kann man dieses aufnehmen, sobald man die Bedingung dafür erfüllt. Dafür müssen 1-3 eigene Abenteurer auf diesem Plättchen stehen. Unter Umständen kommt dann an diesem Ort ein neues Plättchen ins Spiel. Wenn nicht bleibt es leer. Dies ist wichtig, denn bei der Bewegung werden nur Felder gezählt, die mit einem Plättchen belegt sind.

Außerdem gibt es noch Plättchen, die es einem erlauben eine besondere Bewegungskarte zu ziehen, die besser sind, als die Standartkarten. Diese erlauben es einem z.B. 1 bis x Felder zu gehen, alle Abenteurer zu bewegen oder den letzten Abenteurer bis zum vorletzten Abenteurer zu ziehen.

Weitere Aktionen auf den Plättchen sind, der Erhalt von Skarabäen – diese werden blind gezogen und geben einem zwischen 1 und 4 Siegpunkte – , einfach weitere Felder vorwärts ziehen, einen Tunnel benutzen, die den Weg zur Grabkammer erheblich abkürzen können oder der Erhalt eines Schlüssels. Diese sind notwendig um die Grabkammer überhaupt betreten zu können.

Spielziel

Das Spiel endet, sobald zwei Abenteurer die Grabkammer betreten haben. Diese erhalten dann jeweils noch einen Sarkophag, der auch Siegpunkte bringt.

Danach werden die Siegpunkte addiert und der Spieler mit den meisten Punkten ist Gewinner.

Zusätzlich zu den o.g Punkten, erhält man aber noch auf anderen Wegen Punkte. So geben einem die Schatzplättchen bei der Aufnahme Punkte und für jedes Set, welches man davon sammelt – es gibt 3 verschiedene Schätze – erhält man Punkte. Außerdem erhält man für jeden Schlüssel einen Punkt und die Felder, auf denen die Abenteurer am Spielende stehen, geben einem auch Punkte. Diese steigen in der Wertigkeit, je tiefer man in die Pyramide vordringt. Dabei muss man aber beachten, dass es zwischendrin immer wieder Felder gibt, die einem keine Punkte bringen.

Fazit

Thorsten meint

Luxor ist schnell gespieltes Familienspiel und unter diesem Gesichtspunkt, fällt auch mein Fazit aus. Es handelt sich um ein Racespiel mit Setcollection. Das klingt erst mal nicht besonders spannend. Durch den interessanten Bewegungsmechanismus und die vielen Möglichkeiten Punkte zu sammeln, ist es aber auch für Vielspieler nicht langweilig. Ich muss immer überlegen, welche der zwei Karten ich spiele und in welcher Reihenfolge dadurch die folgenden Karten kommen. Dann gilt es zu entscheiden, welchen meiner Abenteurer ich ziehe und ob ich darauf gehe, möglichst viele Schätze einzusammeln und darüber Punkte generiere oder über die Sammlung der Sets oder, ob ich mit möglichst vielen Abenteurern möglichst weit nach vorne laufe, um über die Felder Punkte zu erhalten.

Dies sind zwar viele zu treffende Entscheidungen, aber keine, die zum langen Grübeln einladen. Somit eignet sich das Spiel hervorragend als Absacker oder als Familienspiel. Denn genau das will es sein und das macht es gut.

Ich habe es z.B. mit meiner Tochter gespielt, die in der ersten Partie nur nach vorne geprescht ist und dann Letzte wurde und entsprechend traurig war, dass sie verloren hatte, obwohl sie doch „Erste“ war. Aber schon in der zweiten Partie hat sie uns dann gezeigt was ein erfolgreicher Schatzjäger ist und gewonnen. Dabei hilft natürlich auch der vorhandene Glücksfaktor beim Ziehen der Karten, beim Ziehen der Skarabäen und auch bei den Zügen der Mitspieler. Möchte man das Spiel komplett durchplanen, was einem Vielspieler schon mal passieren kann, kann dieser zwar auch zu Frust führen, aber im Segment der Familienspiele ist er genau richtig.

Geschrieben von
Hallo, ich bin der Thorsten und bin Jahrgang '73. Am liebsten spiele ich Eurogames, aber auch Ameritrash findet man zu Hauf bei mir im Regal. In meiner Sammlung ist vom Familienspiel bis zu den Expertenkrachern, alles dabei. Alleine schon, weil das die Chance erhöht, passende Mitspieler zu finden. Denn was gibt´s Schöneres, als in geselliger Runde zu zocken?

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