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Rezension: Tippi Toppi

Vier Farben, sieben Zahlen und ein Stapel mit Aufgaben. Die Spielidee von Tippi Toppi wirkt ­­auf den ersten Blick – ähnlich wie der Name – nicht besonders neu. Kann das kooperative Kartenspiel dennoch überzeugen?

Vier Stapel und jede Menge Aufgaben

Der Spielaufbau von Tipps Toppi

Der Startaufbau von Tippi Toppi: oben die Aufgabenkarten, unten die Zahlenkarten, jeweils mit Nachziehstapel

Ich hatte Tippi Toppi aufgrund von Empfehlungen ohne besondere Vorfreude als Warenkorbfüller mitbestellt. Und auch die verständlich geschriebene Anleitung ließ mich eher unaufgeregt zurück. 56 Zahlenkarten mit den Werten 1 bis 7 in vier Farben bilden einen Nachziehstapel. Er dient als Grundlage für die Handkarten der Spieler. Außerdem werden zu Spielbeginn vier Karten als Startpunkt für Ablagestapel aufgedeckt. Auf sie legen die Spieler reihum je eine ihrer vier Handkarten, die in Farbe oder Zahl mit der darunterliegenden Karte übereinstimmen muss. Ziel ist es, jede Menge Aufgaben zu erfüllen, ohne dabei über konkrete Zahlen oder Farben zu sprechen. Die Spieler dürfen aber beispielsweise sagen, auf welchen Stapel sie im nächsten Zug spielen oder welche Aufgabe sie lösen möchten. Eine Ausnahme bildet die Solovariante, bei der Kommuniktion selbstverständlich keine Rolle spielt.

Vier weitere Karten geben die aktuellen Aufgaben vor. Immer wenn sie eine der vier Aufgaben lösen, decken die Spieler eine neue Karte vom Aufgabenstapel auf. Wie viele Karten dieser Stapel umfasst, hängt von der Anzahl der Spieler und vom Schwierigkeitsgrad ab. So spielen etwa zwei Anfänger mit 14 Aufgabenkarten insgesamt, zwei Profis mit 22. Die Aufgaben beziehen sich auf die vier Zahlenstapel und reichen von „Zwei nicht benachbarte Stapel lila“ über „Alle Stapel gerade Zahlen“ bis hin zu „Summe Orange = Summe Grün“. Haben sie alle Aufgaben gelöst, haben die Spieler gewonnen. Gehen die Zahlenkarten aus oder kann ein Spieler nichts mehr legen, haben alle gemeinsam verloren.

Fazit

Damit ist eigentlich alles über Tippi Toppi gesagt – außer, dass es besonders mit mehreren Spielern verdammt viel Spaß macht, gemeinsam an den Aufgaben zu verzweifeln oder durch gute Komminikation zwei oder drei Aufgaben auf einmal zu lösen. Manchmal hat man das Pech, dass das Spiel auf keinen Fall gewonnen werden kann (was die Anleitung auch von vornherein klarstellt). Durch die kurze Spieldauer von etwa 20 Minuten frustriert das aber kaum und spornt eher dazu an, das Spiel endlich besiegen zu wollen. So werden aus einem kurzen Füller schnell mal zwei, drei oder vier Runden. Und das sagt tatsächlich alles über Tippi Toppi.

Geschrieben von
Ich bin Christoph, Jahrgang ’86, und spiele momentan nahezu ausschließlich zu zweit mit meiner Frau oder zusammen mit meinen drei Kindern. Weil ich Brettspiele erst spät wiederentdeckt habe, habe ich viel nachzuholen. Ich habe ein Schwäche für schlanke Mechanismen und minimalistisches Design.

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