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Pegasus Spiele Pressetag 2018 – Teil 2

Die eher kleinen Spiele

Ich habe euch ja einen zweiten Bericht zum Pressetag von Pegasus Spiele versprochen. Teil 1 findest du hier.

Im zweiten Teil geht es eher um kleinere Spiele. Die größeren Spiele wurden Mittags gespielt und Abends nach dem Essen war dann eher die Lust auf kleinere Spiele da und die Müdigkeit wurde auch eher größer als kleiner.

Beginnen wir ohne große Umschweife mit:

Men at Work

Men at Work - Pretzel Games
Men at Work – Pretzel Games

Men at Work ist von Pretzelgames (mittlerweile bei Plan B Games) und damit mit in der Redaktion von Peter Eggert und dem Vertrieb von Pegasus Spiele. Das Spiel erinnert etwas an Meeple Circus, welches dieses Jahr auch bei Pegasus Spiele erscheinen wird. In Men at Work bauen wir eine Baustelle. Dazu haben wir Stahlträger, Stützen, Bauarbeiter, Ziegel und Stangen zur Verfügung. Jeder Spieler hat 3 Sicherheitszertifikate. Hat ein Spieler keine mehr, ist er raus. Ist man am Zug deckt man eine Karte auf. Auf dem Stapel erscheint nun die Rückseite einer anderen Karte. Diese Rückseite sagt uns, ob wir einen Stahlträger (+ die Farbe dessen) oder einen Bauarbeiter nehmen müssen. Die aufgedeckte Karte sagt uns, was wir damit machen müssen. So müssen Stahlträger oft bestimmte Dinge berühren z. B. einen anderen Stahlträger gleicher Farbe oder die Schulter eines Bauarbeiters. Bauarbeiter müssen Ziegel oder Stangen tragen oder z. B. das Ende eines Stahlträgers berühren.

Man darf Teile immer nur mit einer Hand setzen. Man darf mit dem Spielmaterial anderes Spielmaterial verschieben. Sollte irgendwas runterfallen, ist der Zug zu Ende. Landet beim Runterfallen etwas auf dem Boden, so hat man einen Unfall verursacht, verliert man ein Sicherheitszertifikat. Der nachfolgende Spieler muss die Baustelle erst aufräumen, bevor er seinen Zug macht. Sollte beim aufräumen was runterfallen, hat er ebenfalls einen Unfall verursacht.

Es gewinnt der Spieler, der entweder als letztes übrig ist, oder 4 Mal Mitarbeiter des Monats geworden ist. Irgendwann wird die Mitarbeiter des Monats Karte aufgedeckt, ab diesem Zeitpunkt, bekommt man eine Urkunde, wenn man mit seinen Bauteilen am höchsten ist. Es wird also risikoreicher.

Mein Eindruck:

Men at Work ist ein großer Geschicklichkeitsspaß mit tollem Thema für jung und alt. Das Spiel ist ab 8 Jahren und funktioniert gut mit viel Spielspaß, Nervenkitzel und Schadenfreude. Für mich jetzt schon besser als Meeple Circus! Leider ist nicht sicher, ob es das Spiel zur SPIEL nach Essen schafft.

Roll Player

Roll Player. Foto: Thunderworks
Roll Player. Foto: Thunderworks

Roll Plaxer ist ein hochgelobtes Würfelspiel, welches auch schon eine Erweiterung hat – diese wurde auch von Pegasus Spiele angekündigt. In Roll Player spielen wir die Erschaffung eines Rollenspielcharakters. Wir bekommen eine Rasse, Klasse, Vorgeschichte und Gesinnung zugelost. Diese geben vor, wie man seinen Charakter bauen soll und welche Würfel Boni geben. So musste mein abtrünniger Ork Paladin 17 Stärke, 15-16 Geschicklichkeit, 17 Konstitution, 14+ Intelligenz, 16-17 Weisheit und 14+ Charisma erreichen um ordentlich Punkte zuholen. Zusätzlich bestimmt seine Vorgeschichte als Raufbold, an welcher Stelle, welche farbigen Würfel liegen sollen für zusätzliche Punkte. Zu jedem Attribut gibt es 3 Slots in welche Würfel gelegt werden können. Für einen Wert von 17 braucht man also auf jeden Fall 2 Sechsen und 1 Fünf – allerdings bekommt mein Ork bei der Stärke +2, also würden auch drei Fünfen oder ähnliche Kombinationen ausreichen.

Zu Beginn des Spiels bekommt jeder zufällig 6 Würfel, welche er auf die 6 Attribute beliebig verteilen kann, quasi als Startaufstellung. Dann werden reihum Würfel gedraftet. Der Startspieler zieht Spieleranzahl +1 Würfel aus dem Beutel (zu Zweit also 3 Würfel) und ordnet diese Aufsteigend auf den Initiativekarten. Diese sind für den Einkauf auf dem Markt wichtig. Wer also einen niedrigen Würfel nimmt, darf zuerst einkaufen.

Ein genommener Würfel wird sofort verbaut. Die Farbe ist für eventuelle Boni wichtig. Gelbe Würfel geben sofort 1 Gold. Jede Zeile hat aber auch einen Bonuseffekt, wenn ein Würfel in sie gelegt wird. Die Stärke erlaubt es einen Würfel auf die gegenüberliegende Seite zu drehen, Geschicklichkeit erlaubt es zwei Würfel miteinander zu tauschen und so weiter. Wir haben also einige Möglichkeiten die Würfel in unserem Tableau zu manipulieren.

Nachdem die Würfel genommen wurden, darf auf dem Markt eingekauft werden – für Gold natürlich – dort gibt es Ausrüstung, welche Attribute verändern kann, Fähigkeiten die uns mehr manipulieren lassen oder Merkmale die zusätzliche Siegpunkte geben, wenn diese erfüllt werden.

Mein Eindruck:

Ich hatte mich sooo auf Roll Plaxer gefreut. Als Rollenspieler war das doch das perfekte Thema! Die Optik ist grandios, das Material wertig, die Umsetzung klingt toll! Doch leider klingt sie nur toll. Das Spiel an sich stellte sich als sehr trockenes manipulieren von Würfeln heraus. Als schneller Spielspaß – quasi ein paar Würfel manipulieren und dann ist gut – dauert Roll Player meines Ersteindrucks nach zu Lange. Da steckt nicht genug Feuer drinne. Die Entscheidung die ich treffe sind nicht knackig genug. Bin ich nicht Startspieler – bei 2 Spielern also 50% der Zeit – so habe ich die Wahl aus 2 Würfeln. Wo man die im eigenen Tableau platziert ist anhand der Werte die man erreichen soll, oft ziemlich offensichtlich. So bliebt am Ende wenig Spielspaß und viel emotionsloses Würfel platzieren übrig. Schade!

Alexander

Hallo, ich bin der Alex, 1991 geboren und habe Boardgamejunkies ins Leben gerufen. Seit gut 5 Jahren liebe ich Gesellschaftsspiele und alles was damit zu tun hat und fröne dieser Leidenschaft hier. Mein Ziel? Gute Spiele spielen und besprechen und die Szene beleben und unterstützen.

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