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Rezension: 7te See: Théahs Nationen – Der Westen

Avalon, Montagne, Castilien und Vestenmennavenjar

Die folgende Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar von Pegasus Press.

Theas Nationen – Der Westen ist ein Quellenband für 7te See. In diesem vollfarbigen Hardcover mit 200 Seiten erfahren wir alles wichtige über die Nationen Avalon, Montagne, Castillien und Vestenmennavenjar (kurz Vesten). Die Regionalbeschreibungen bauen die Informationen aus dem Grundregelwerk aus. Innerhalb der Beschreibung einer Nation findet sich die Selbe Struktur: Allgemeines zur Nation und ihrer Geschichte, wichtige Persönlichkeiten, Informationen zur Gesellschaft, Örtlichkeiten und das Besondere der Nation wie z. B. die Magie in Avalon.

Das Buch beginnt mit einer kleinen Kurzgeschichte, die ich als Einstieg wirklich lesenswert finde. Also nicht einfach überspringen!

Darauf folgend eine Einführung mit einem Abriss über den Inhalt des Buches und wie man es verwendet.

Im folgenden ein kurzer Abriss der Nationen, wie sie im Buch beschrieben werden:

Avalon macht den Einstieg als erste Nation die ausführlich beschrieben wird. Das an England angelehnte Avalon hat ähnliche Probleme wie sein reales Vorbild. „Drei Nationen als eins“ ist eine der Überschriften und natürlich werden alle drei Nationen beschrieben. Die wichtigste Persönlichkeit in Avalon ist? Na, wer hat’s richtig geraten? Königin Elisabeth Elaine! Besonders die Sidhe, das schöne Volk, haben es mir angetan. Avalon strotzt vor Mystizismus und Magie, gepaart mit den Problemen eines 3 Völker-Staats.

Castillien ist nicht nur vom Namen her an Spanien angelehnt, auch die Kultur und besonders die Namen der Personen lassen spanisches Flair aufkommen. Mit einem Kindkönig und vielen politischen Kräften ist die Situation schwierig. Der Kirchenstaat und die Inquisition bringen italienische Einflüsse mit dem Vatikan rein. Insgesamt ist die Situation in Castillien sehr spannend. Kirche, Kardinäle, Kindkönig und el Concilio sind eine spannende Mischung!

Montaigne bedient sich bei dem prunkvollen Frankreich unter Ludwig XIV. dem berühmten Sonnenkönig. Es bedient gängige Klischees wie dass die Montaignoise eingebildet auf ihre Nation und Sprache sind. Montaigne wird nicht von einem König, sondern von einem Imperator „L’Empereur Léon Alexandre de Montaigne“ regiert – ein Meister des Narzissmus und damit wieder nah am Sonnenkönig und an Napoleon. Er ist kriegssüchtig und launig. Kriege bringen Profit und das teure Leben in Montaigne muss bezahlt werden.

Vestenmennavenjar ist die Verkörperung der skandinavischen Staaten in Théah. Kalt und rau ist die Welt, hart der Kampf ums Überleben. Eine handelsliga führt die Geschicke der Nation, wodurch Vesten eine der friedlichsten Nationen Théahs ist. Denn wer Kriege führt, verliert Handelspartner. Regiert wird Vesten von Frederick Ulfsen, Jarl von Vendel. Er gilt weder als besonders schlechter noch als besonders guter Anführer. Sein Vorteil ist die Unterstützung, oder eher die Gnade der Vendelischen Liga.

Fazit

Alex' Meinung

Was gefällt mir an dem Buch? Die optische Gestaltung ist grandios und lädt zum schmöckern ein. Begonnen bei dem Cover mit Prägung, über die Illustrationen bis hin zur Qualität des Drucks an sich gibt es nichts zu meckern. Ebenso begeistert bin ich von den Beschreibungen der Nationen, insbesondere der Personen zusammen mit den vielen, vielen Plothooks. So macht ein Quellenbuch für eine offene Welt Spaß!

Was leider keinen Spaß macht, sind fehlende Spielwerte. Diese darf man sich aktuell für jeden Charakter selbst ausdenken und das finde ich doch sehr schade. In der Rezension von Teilzeithelden liest man noch von einer Anpassung an die politische Kultur der heutigen Zeit. Egal wie das in der Rezension genau gemeint ist: Ich finde sowas gut und es stört mich keines Falls.Ich kann aber verstehen, wenn man bei Änderungen im Vergleich zur ersten Edition von 7te See irritiert ist.

Wo ich Teilzeithelden.de zustimmen muss, ist der Fakt, dass die Beschreibung der Geheimgesellschaften recht schwammig gehalten wurde. Das ist aber oft das Problem solcher allgemeinen Quellenbücher. Sie können nicht alles im Detail abdecken. Dass es hier die Geheimgesellschaften getroffen hat, finde ich schade. Das gelesene macht nämlich Lust auf mehr und ich wünsche mir einen extra Quellenband zu den Geheimgesellschaften.

Insgesamt ist der Quellenband sehr offen gehalten. „Alles kann, nichts muss“ ist die Devise. Womit sich der Band definitiv an Spielleiter einer „Open-World“ richtet und damit mehr als Orientierung, anstatt als Kanon dient.

Alles in allem kann ich das Buch für 24,95€ auf jeden Fall empfehlen, besonders wenn man neu in Théah ist und dort noch Orientierung und Anknüpfpunkte sucht.

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Alexander

Hallo, ich bin der Alex, 1991 geboren und habe Boardgamejunkies ins Leben gerufen. Seit gut 5 Jahren liebe ich Gesellschaftsspiele und alles was damit zu tun hat und fröne dieser Leidenschaft hier. Mein Ziel? Gute Spiele spielen und besprechen und die Szene beleben und unterstützen.

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