18 November, 2017

  • Boardgamegeek
Rezension: Terra Cthulhiana – Alte und Neue Welt
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Rezension: Terra Cthulhiana – Alte und Neue Welt

Terra Cthulhiana ist ein Cthulhu 7 Quellenband von Pegasus Spiele. Er vereint Informationen aus einem älteren Quellenband und fügt neue Informationen hinzu. Thematisch geht es um Mythos-Orte rund um den Globus. Der Band kommt mit 192 SW-Seiten daher und bietet Beschreibungen, Informationen, Mythosbezug und Bilder sowie Kartenmaterial.

Bei der Beschreibung der Orte wurde darauf geachtet, dass diese wirkliches Potential für interessante Mythosgeschichten haben. Ob dieser Anspruch erfüllt wurde, werden im Laufe dieses Textes sehen.

Die Orte, welche in diesem Band beschrieben werden, sind:

  • Die Anansi-Pueblos im Four Corners Country
  • El Dorado
  • Tempel und Götzen auf Malta
  • Kreta und Santorin
  • nubische Pyramiden von Meroe
  • Ruinen von Groß-Simbabwe
  • G’harne
  • Schatzfeste Kyinda auf dem Berg Karasis
  • Nemut Degi
  • Höhlenstädte in Kappadokien
  • Irem Zhat al Imad, die Stadt der Tausend Säulen
  • Die Stadt ohne Namen
  • Angkor Wat
  • Ellora Höhlen und Kailash Tempel in Indien
  • Krakatau und ANak Krakatoa
  • Das Plateau von Leng
  • Shambala
  • Tunguska

Wie man sieht ist die Liste alles andere als kurz und deckt Orte auf insgesamt 5 Kontinenten ab.

Doch was bieten die Beschreibungen? Jede einzelne Beschreibung durchzugehen halte ich für nicht zielführend. Eher möchte ich ein allgemeineres Fazit aus diesem Buch ziehen und herausstellen wie das Buch an die Beschreibung der Orte und den Zusammenhang zum Mythos herangeht, dabei bietet es sich an einzelne Beschreibungen beispielhaft herauszuarbeiten

Die beiden Orte in Amerika beziehen sich auf amerikanische Kulturen vor der Kolonialisierung durch den Weißen Mann. Wir haben die Pueblos in Nord-Amerika und die Hochkulturen der Maya, Inka,Azteken und weiterer Hochkulturen in Süd-Amerika. Die Beiträge zu den Orten glänzen durch historische und kulturelle Einordnung sowie verständliche und neugierig machende Bezüge zum Mythos. Gerade bei den Hochkulturen Süd-Amerikas muss man aber ehrlicherweise sagen: Ein Mythosbezug ist hier mehr als einfach herzustellen. Beide Beschreibungen beinhalten auch Karten um die beschriebenen Orte sofort im Spiel nutzbar zu machen (Kleiner Hinweis: Ich steh auf Karten!). Hervorzuheben ist, dass nicht nur die Orte, sondern auch die Kulturen beschrieben werden. Dies ist auch wichtig um die Orte mit vergangenem füllen zu können. Ein Ort ist schließlich nur so interessant, wie das was man dort findet.

Bleibt zu Amerika zu sagen, dass ich besonders das Kapitel zu den Pueblos interessant fand, da ich darüber vorher quasi nichts wusste und es die Pueblos interessant und anschaulich als Ort präsentiert. Die alten südamerikanischen Hochkulturen sind bekannt und glänzen besonders mit hervorragendem Mythosbezug.

Die europäischen Orte dürften den meisten Lesern wesentlich bekannter vorkommen – zumindest sollte man sie Mal gehört haben. Sei es die Sage von Theseus und dem Minotauren auf Kreta oder das Labyrinth von Knossos. Alles aber ebenso gut aufbereitet wie die vorherigen Kapitel besonders hinsichtlich der Mythen, Kultur, Situation in den 1920ern und eben der allgegenwärtigen Verbindung zum Mythos.

Auf Afrika überraschte mich das Kapitel über die nubischen Pyramiden von Meroe. Ich bin historisch sehr interessiert und besonders Ägypten, Rom und das antike Griechenland faszinieren mich doch von den nubischen Pyramiden wusste ich bisher nichts. Naja, der erste Weg Wissenslücken zu stopfen ist, sie sich einzugestehen. Das Kapitel ist sehr umfangreich, von der Entdeckung über die Entwicklung zum „modernen“ Sudan bis hin zur archäologischen Fundstätte selbst, ihrer kulturellen Bedeutung und dem Bezug zum Mythos. Ich habe das Kapitel geradezu verschlungen. Natürlich wenn wir von dem Gebiet rund um Ägypten und dem Mythos reden sind Katzen immer ein Thema, so auch in diesem Kapitel. In diesem Kapitel ist ein ganzer Plot-Hook für ein Abenteuer versteckt, der meiner Meinung nach mit eine eigene Überschrift verdient hätte – so übersieht man ihn beim durchblättern (aber wer blättert sowas schon nur durch. Oder?!).

Ein ebenfalls sehr ausführliches Kapitel ist G’harne – Vergessene Stadt der Giganten. Dieses Kapitel ist voll mit dem Mythos, Schoggothen, Cthonier und Mi-Go. Das Kapitel eignet sich super als Plot-Hook. Es bietet die Beschreibung einer Expedition, Personen, erläutert Wege nach G’harne, Ausrüstung für eine Expedition und noch viel mehr. Es ist gut aufbereitet, macht Freude beim Lesen und toll bebildert.

Bei den weiteren Kapiteln würde ich anfangen mich zu wiederholen. Terra Cthulhiana – Alte und Neue Welt ist nur der erste Teil eines 2-teiligen Quellenbandes. Der zweite ist gerade erschienen (Terra Cthulhiana – Bis ans Ende der Welt) und wenn er so gut wie der erste Band wird, bin ich über alle Maßen erfreut. Tolle Beschreibungen von historischen und kulturellen Hintergründen, viele Verbindungen zum Mythos und immer wieder Plot-Hooks.

Einzig die Plot-Hooks hätten meiner Meinung nach deutlicher herausgestellt werden können. Für mich ein rundum gelungenes Quellenbuch!

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Über den Autor

Hallo,
ich bin der Alex, 1991 geboren und habe Boardgamejunkies ins Leben gerufen. Seit gut 5 Jahren liebe ich Gesellschaftsspiele und alles was damit zu tun hat und fröne dieser Leidenschaft hier. Mein Ziel? Gute Spiele spielen und besprechen und die Szene beleben und unterstützen.

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