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Angespielt: Club der Verschwender

Als Sohn einer reichen englischen Familie kann das Leben schon ganz schön langweilig sein. Zum Glück gibt es da den Club der Verschwender. Einen Club voll reicher Söhne und Töchter die nichts als Flausen im Kopf haben. Was macht man um als Adliger Mal so richtig auf den Putz zu hauen? Ganz nach dem Soziologen Niklas Luhmann: Das was sozial nicht erwartet wird! Wir versuchen also Wahlstimmen zu verlieren, unser Vermögen zu verzocken und die Gesellschaft zu verärgern.

Im Club der Verschwender versuchen wir dies in mindestens 2 aus den 3 genannten Disziplinen. Wir können uns natürlich auch in allen drei Disziplinen messen.

Im diesjährigen Wettbewerb des Clubs der Verschwender geht es nur um 2 Disziplinen: Die Gesellschaft verärgern und Wahlstimmen verlieren. Unser Vermögen könnten wir wohl noch für weitere Jahre im Club der Verschwender gebrauchen. Zu meinem Glück ist nur noch ein Konkurrent um den Titel: Größter Verschwender übrig.

Da man sich als junger Adliger ungern die Hände schmutzig macht, selbst beim Verschwenden, schicken wir Botenjungen aus, welche uns über kommende Veranstaltungen, auf denen wir uns so richtig daneben benehmen können informieren. Politische Demonstrationen, Reden halten, ein Dinner, alles wunderbare Gelegenheiten um die Etikette mal Etikette sein zu lassen.

Allerdings gibt es ein paar Probleme: Im Hayde Park, wo man Reden halten kann, ist es ziemlich laut und nur der lauteste wird gehört. Mein Plan: Laut und besoffen sein, dann kommt der größte Schwachsinn bei raus. Allerdings gibt es ja zwei politische Lager. Die Konservativen und die Liberalen. Verärgert man die einen, wählen einen meist die anderen. Ein wahrer Meister hat Kontakte zu Verlegern und verärgert beide Parteien.

Doch auch in der Gesellschaft gibt es ein Hindernis: Die liebe Granny. Sie hat uns so lieb, dass sie fast nur positiv von uns redet. So schaff ich es nie bei den 4 wichtigen Personen an Beliebtheit einzubüßen. Irgendwie muss ich also Granny umgehen, entweder in dem ich sie verärgere oder indem die betreffenden Personen Granny nicht mehr sehen. Die alte Schachtel ist aber ständig bei irgend jemanden zum Tee trinken.

Klartext

Boten ausschicken in Workerplacement-Manier. Aktionen durchführen oder Karten einsammeln mit denen später Aktionen ausgeführt werden. Symbole sammeln um Aktionen stärker zu machen. Planen und taktieren auf einem angenehmen Niveau mit lustigem Thema. Allerdings bleibt von dem Thema während des Spiels nicht viel hängen. Der Club der Verschwender präsentierte sich in seiner ersten Partie recht unaufregend. Schade, denn gerade von  dem Thema versprachen wir uns einige Lacher! Mal sehen, wie der Besitztum-Wettbewerb so ist. Ein Urteil möchte ich mir noch nicht erlauben, denn wenn die schriftliche Regel auch etwas vertrackt ist, die Mechaniken funktionieren und laufen wie geölt. Das merkt man auch an der kurzen Spielzeit (bis 90 Minuten) trotz komplexen Möglichkeiten.

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Geschrieben von
Hi ich bin Alex '91 geboren und habe Boardgamejunkies ins Leben gerufen. Seit gut 5 Jahren liebe ich Gesellschaftsspiele und alles was damit zu tun hat und fröne dieser Leidenschaft hier. Mein Ziel? Gute Spiele spielen und besprechen und die Szene beleben und unterstützen.

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