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Angespielt: Homeland: Das Brettspiel

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Angespielt zu Homeland – Das Spiel

Battlestar Galactica reduziert auf den Mechanismus und in kürzerer Spielzeit? Nein. Nach meinem ersten Eindruck überhaupt nicht. Wohlgemerkt, wir haben das Spiel in Vollbesetzung gespielt. 6 Neulinge bei Homeland, einer davon ein Terrorist, 2 Politiker, 3 CIA-Agenten.

Wie läuft’s ab?

Bei Homeland hat jeder Spieler 3 Handkarten – Informationskarten. Diese Karten haben rote Werte oder blaue. Rote Werte sind positiv für den Terror und erhöhen die Chance, dass ein Anschlag gelingt. Blaue verhindern Anschlag. Wird ein Anschlag analysiert, muss die Summe der blauen Werte höher als die der Roten sein. Der Terrorist will natürlich das Gegenteil.

Pro Runde kommen pro Spieler 1 Anschlag ins Spiel. Also 6 Anschläge bei 6 Spielern. Mit etwas Pech haben wir in der 2. Runde dann 12 Anschläge auf dem Spielplan liegen. Und da soll man sich dann merken, wer hat wo etwas hingelegt und welche Werte liegen wo ungefähr? Vergesst es! Jeder Anschlag besteht aus 3 unbekannten Werten und einem bekannten. Einem roten Grundwert, dieser ist bekannt. Ein verdeckter roter Wert – dieser wird erst beim analysieren des Anschlags sichtbar (außer man setzt einen Agenten ein) und den Anschlagswert, dieser bestimmt wie viele Siegpunkte die jeweilige Seite bekommt, falls der Anschlag durch kommt bzw. verhindert wurde.

Problem?

Das Problem an der Sache ist, wie schon genannt, die Übersicht. Hinzu kommt der geringe Einfluss. Man legt pro Runde 2 Informationskarten. Die meisten Karten liegen zwischen 1 und 3, ein paar sind über 3. Der Einfluss ist also recht gering, den ein einzelner Spieler auf einen Anschlag hat.

Zusätzlich gibt es eine schreckliche Regel beim aufdecken neuer Anschläge. Jeder Anschlag kommt in eine Zeile, welche die Bedrohung des Anschlags wiederspiegelt. Von niedrig bis unmittelbar. Unmittelbare Anschläge werden zu Beginn der nächsten Runde analysiert und damit gewertet. Ist eine Zeile voll, rutscht der Anschlag in die nächst höhere Zeile. Ist es ein unmittelbarer Anschlag oder die Zeile „Unmittelbar“ voll ist, wird der Anschlag sofort durchgeführt, ohne dass die Ermittler was machen können. Bei PC-Spielen redet man dann von „bg“ – Bad Game. Man kann nichts mehr machen, die Scheiße fliegt einem um die Ohren.

Das ist absolut unbefriedigend.

Paranoia ob des Terroristen? Fehlanzeige. Übersicht? Fehlanzeige. Homeland-Feeling? Minimal. Bei 6 Spielern fällt mein Urteil vernichtend aus. Mal sehen ob es ein Battlestra Galactica für 3 Spieler ist. Das ist die Minimale Spieleranzahl für Homeland und ich könnte mir vorstellen: Da funktionierts. Wir werden sehen und berichten.

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Alexander

Hallo, ich bin der Alex, 1991 geboren und habe Boardgamejunkies ins Leben gerufen. Seit gut 5 Jahren liebe ich Gesellschaftsspiele und alles was damit zu tun hat und fröne dieser Leidenschaft hier. Mein Ziel? Gute Spiele spielen und besprechen und die Szene beleben und unterstützen.

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