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Top10 2er Spiele (Alex)

Ich spiele gerne zu zweit und ich spiele häufig zu zweit. Zwei Spieler ist eine angenehme Zahl, die man immer zusammen bekommt – zur Not muss eben die Partnerin oder der Partner herhalten. Daher hier Mal meine Top10 2 Personen/2 Spieler Spiele. Bei dieser Top10 gilt natürlich zu beachten, dass es immer situativ ist, welches Spiel auf den Tisch kommt und daher die Rangfolge eher einem Ideal, als einer Tatsächlichen Rangfolge entspricht.

(Platz 11): Die Kolonisten

Die Kolonisten Cover – Lookout Spiele

Die Kolonisten möchte ich hier erwähnen, auch wenn Sie es ganz knapp nicht in meine persönliche Top10 geschafft haben. Das liegt einfach daran, dass der Aufwand dieses Spiel auf den Tisch zu bekommen und voll auszukosten meistens zu hoch ist. Bei einer Topliste der schönsten Aufbaustrategiespiele wäre Die Kolonisten ganz weit oben.

Was mache ich in die Kolonisten?

Die kurze Beschreibung wäre eigentlich: Anno 1404: Das Brettspiel. Ich baue eine Siedlung auf, stelle meine Siedler zu frieden und beachte Warenkreisläufe um damit möglichst viel Geld (Siegpunkte) zu generieren. Klingt einfach, ist aber eine komplexe Knobelaufgabe. Beim schreiben dieser Zeilen bekomme ich richtig Lust auf das Spiel!

Was macht Die Kolonisten besonders?

Die Größe und Konsequenz mit der hier Aufbaustrategie aufs Spielbrett gebracht wird. Die Kolonisten ist nicht reduziert. Es ist groß, komplex, dauert lange und hat bei mehr als 2 Spielern eine unendlich hohe Downtime. Aber das was es macht, nämlich Abläufe optimieren, Gebäude bauen, Gebäude ausbauen, Siedler anwerben etc. macht es grandios. So grandios, dass ich sagen kann: Hab ich so in keinem anderen Spiel.

Platz 10: Eiserner Vorhang

Eiserner Vorhang Cover – Frosted Games

Eiserner Vorhang, ein kleines flottes 2-Spieler Kartenspiel mit Area Control Element und historischem Setting – Bipolare Weltmächte: USA gegen UdSSR.

Was mache ich in Eiserner Vorhang?

In Eiserner Vorhang spielt jeder Spieler eine der Supermächte. Ziel ist es, die eigene Kontrolle über die Welt auszuweiten und damit zu punkten. Wir legen Karten mit Ländern aus, bilden dabei die Kontinente und legen unseren Einfluss darauf. Wertungen werden ausgelöst, wenn ein Kontinent komplett ist, dadurch liegt es nicht immer in der eigenen Macht die Wertung dann auszulösen, wenn die Situation gerade günstig für einen ist.

Was macht Eiserner Vorhang besonders?

Eiserner Vorhang ist das für mich, was 13 Tage nachgesagt wurde: Gleichgewicht des Schreckens in klein. 30 Minuten Spielzeit, ein ringen um die Macht auf der Erde. Man kann sich nie sicher sein, jede Aktion ist spannend und sollte gut gewählt sein. Nichts ist beliebig. Der Eiserne Vorhang ist Spannung pur und das in kurzer Spielzeit. Zusätzlich mag ich das Thema einfach sehr, wie man noch sehen wird.

Platz 9: Shards of Infinity

Shards of Infinity Cover – Stoneblade Games

Das bessere Star Realms/Hero Realms. Shards of Infitiy ist ein hoch interaktiver Deckbuilder für 2-4 Spieler. Ich spiele es aber eigentlich nur zu zweit.

Was macht man in Shards of Infinity?

Man baut sein Deck und versucht den Gegner zu besiegen. Jeder hat 40 Lebenspunkte. Es gibt Karten die machen Schaden, Karten die heilen, Karten die die Mastery hochtreiben – dazu aber gleich mehr. Zusätzlich haben wir unterschiedliche „Fraktionen“ in den Karten, welche oft mit anderen Karten der eigenen Fraktion Synergien bilden. Wer den Gegner zuerst umhaut hat gewonnen. Also ganz einfach: Shards (Geld) ausspielen, Karten ausspielen, Auf die Omme hauen, Karten kaufen.

Was macht Shards of Infinity besonders?

Shards of Infinity sticht durch zwei Aspekte aus den kleinen Deckbuildern hervor. Erstens, die Mastery. Dies ist ein Wert den wir 1 mal pro Runde erhöhen können und zusätzlich durch Karten erhöhen können. Viele Karten werden mit steigendem Mastery stärker. Bis hin zum namensgebenden Infinity Shard. Hat man 30 Mastery und den Infinity Shard auf der Hand macht man unendlich Schaden und der Gegner ist tot. Gewonnen. Man gewinnt also durch normalen Schaden, oder durch Mastery und Mastery macht andere Karten stärker – klingt sehr attatraktiv, ist aber nicht immer einfach. Der zweite Aspekt sind die Mercenarys – Sölnder. Karten aus der Auslage, die ich nicht in mein Deck stecken muss um sie zu benutzen. Ich zahle ihre Kosten, entferne sie aus dem Spiel und nutze den Effekt sofort. Sehr spannend, wenn man gerade zusätzlichen Schaden oder Heilung braucht. Denn der Nachteil, wenn man eine Karte ins Deck kauft ist klar. Das Deck wird dicker und es dauert, bis ich an die Karte rankomme. Einfach ein genialer Kniff!

Platz 8: Neuroshima Hex

Neuroshima Hex Cover – Portal Games

Postapokalyptische Welt. Plättchen mit Pfeilen auf Hexfeldern. Sieht erst Mal unfassbar langweilig aus, ist aber ein geniales Spielprinzip, wenn man es erst Mal verinnerlicht hat.

Was macht man in Neuroshima Hex?

Sich gegenseitig auf die Omme hauen. Ja wirklich. Schon wieder! Mit Plättchen! Auf einem Spielbrett mit Hexfeldern platzieren wir unser HQ. Unser HQ hat 20 Leben, sind die weg, haben wir verloren. Nacheinander platziert jeder Spieler irgendwo auf dem Feld seine Plättchen. Die Plättchen werden von einem verdeckten Stapel gezogen – 3 Stück, eines muss man ablegen, die anderen darf man behalten. Gekämpft wird, wenn ein entsprechendes Plättchen ausgespielt wird oder wenn der Spielplan voll ist. Beim Kämpfen zählt die Initiative und das ist das, was am Anfang recht unübersichtlich und kompliziert aussieht.

Was macht Neuroshima Hex besonders?

Das es sich ganz anders spielt und anfühlt, als das nachdem es aussieht. Es sieht unendlich abstrakt und langweilig aus. Das ist es aber nicht. Es ist hoch taktisch und jedes Plättchen ist eine spannende Entscheidungen. Dazu die unterschiedlichen Fraktionen, die alle andere Schwerpunkte haben, wodurch man im Spiel dauerhaft antizipieren muss, was der Gegner macht und was seine Stärke ist. Natürlich gewinnt hier Erfahrung an unschätzbarem Wert. Ein Tipp von mir: Zum üben die „NS Hex-App“ (sic! Doofer Name!) benutzen.

Alternative: Monolith Arena

Monolith Arena ist nahezu das gleiche Spiel, nur im Fantasy Setting. Könnte also einigen besser gefallen!

Platz 7: Ein Fest für Odin

Ein Fest für Odin Cover – Feuerland Spiele

Wikinger feiern gerne! Zumindest bekommt man bei ein Fest für Odin den Eindruck. Der Workerplacement-Overkill mit Würfeln ist zu zweit ein echter Hit.

Was mache ich in Ein Fest für Odin?

Eigene Wikingersiedlung ausbauen, Inseln kolonisieren, Wirtschaft aufbauen. Und Jagen – mit Würfeln! In einem Workerplacement! Wow! Ach und Puzzeln. Ja, denn tatsächlich entstand aus Ein Fest für Odin der Puzzle-Mechanismus für Patchwork. Spannend, was alles in diesem Spiel steckt. Wir setzen also Arbeiter ein, holen uns Ressourcen und verpuzzeln diese. Oder wir verarbeiten diese zu besseren und verpuzzeln dann diese. Zusätzlich gibt es die berühmten Ausbildungskarten und eine Menge, Menge Einsetzfelder.

Was macht ein Fest für Odin besonders?

Die Kombination der Mechaniken! Das Puzzeln fühlt sich zwar nicht thematisch an. Spielerisch passt es aber perfekt in dieses Spiel und sorgt für spannende und interessante Entscheidungen. Bei dem Worker-Mechanismus gibt es auch eine Neuerung: Manche Einsetzfelder brauchen 1, 2 oder 3 und mehr Wikinger um benutzt werden zu können. Dafür haben wir eine ganze Horde an Wikingern. Thematisch sind die Details ansonsten super umgesetzt, was vom Almanach mit dem thematischen Hintergrund noch unterstützt wird. Besonders auffällig sind neben dem Puzzle die Würfel. Wir können jagen und dazu müssen wir würfeln. Das kann in die Hose gehen, wird aber kompensiert, so dass das Glück (oder Pech) nicht zu hart trifft. Toll!

Platz 6: Mystic Vale

Mystic Vale Cover. Quelle: Pegasus Spiele

Mystic Vale ist ein Deckbuilder. Aber viel mehr als das, ist es ein Card Crafter. Wir bauen uns unsere eigenen Karten. Bauen Kombis und scheffeln Siegpunkte.

Was mache ich in Mystic Vale?

Ich baue Karten, sammel Siegpunkte in meinem Deck und in Form von Markern und hoffe am Ende zu gewinnen. Das ist es in kurz. Mechanisch gesehen ist es auch nicht viel mehr. Ich habe ein Deck mit einer festen Anzahl Karten. Diese Karten kann ich erweitern durch Einschübe von durchsichtigen Aufwertungen. Diese geben Effekte, welche Siegpunkte erzeugen, mich andere Karten kaufen lassen, die Siegpunkte geben usw. Wer am Ende das beste Deck gebaut hat, gewinnt.

Was ist das Besondere an Mystic Vale?

Mystic Vale ist eigentlich mein Anti-Spiel. Keine Interaktion. Sinnloses Siegpunkte sammeln. Wo bleibt der Spaß? Der Spaß entsteht durch die Kombos, durch das Push-your-Luck-Element und durch die Freude, wenn man eine tolle Karte gebaut hat. Die Erweiterungen verstärken dieses Gefühl und machen mit den Anführern und Talismanen das Spiel noch besser!

Platz 5: Watergate

Watergate Cover – Frosted Games, Pegasus Spiele

Eine Neuheit hier auf dieser Liste. Die meisten Spiele sind ja schon sehr alt. Daher hat sich der Platz von Watergate auch noch nicht gesetzt, aber aktuell verorte ich es ungefähr hier. Die Watergate Affäre als Brettspiel. Richard Nixon gegen die Presse. Ein spannender Krimi für 2 Spieler – wieder in einem historischen Setting (da kommen noch mehr!)

Was mache ich in Watergate?

Durch den kartengesteuerten Mechanismus spiele ich jede Runde eine Karte aus und entscheide wie ich sie nutze. Für ihre Punkte oder für ihr Event? Vor dieser Frage steht man immer wieder. Ziel ist es, Nixons Schuld zu beweisen oder als Nixon die Amtszeit zu überstehen. Dazu werden auf einem Reißbrett Beweise platziert und Verbindungen gezogen, während Nixon versucht diese zu blockieren.

Was macht Watergate besonders?

Die Mischung aus Beweisen, Initiative und Momentum-Markern macht die Spannung aus. Man muss permanent abwägen, was einem wichtiger ist. Ist es ein Beweis, oder die Initiative? Hol ich mir das Momentum (was Nixons Vorrangiges Ziel ist) oder lass ich es Nixon für den Beweis? Das alles gepackt in einfache Regeln und eine kurze knackige Spielzeit. Grandios!

Platz 4: Taluva

Taluva Cover – Ferti

Ein schönes Inselarchipel, mit Hütten, Tempeln und Türmen. Wären da nur nicht diese anderen Stämme, die hier auch siedeln wollen. Und die Vulkane! Ständig diese ausbrüche! Aber dadurch verändern sich auch die Landmassen ständig, das ist ja nicht nur zum Nachteil…

Was mache ich in Taluva?

Taluva ist ein Legespiel – ein besonders gemeines Legespiel. Jeder Spieler versucht seine Gebäude loszuwerden. Hütten, Tempel und Türme. Sind bei einem Spieler zwei Gebäudearten leer, endet das Spiel – oder wenn alle Plättchen gelegt wurden. Spannend wird es durch die Beschränkungen. Hütten darf man überall bauen. Tempel nur an Siedlungen die aus 3 aneinenandergrenzenden Feldern bestehen und Türme? Die dürfen nur auf Ebene 3. Ebene 3? Ja. Wir bauen nach oben. Durch Vulkanausbrüche können höhere Ebenen entstehen und Hütten kaputt gehen. Eine knifflige Sache im Kampf um das Archipel!

Was macht Taluva besonders?

Das Besondere an Taluva sind die Regeln zum setzen der Gebäude. Hütten krieg ich überall hin, aber ich darf nicht zu gierig sein. Tempel muss ich planen – und zwar so, dass mein Gegner nicht mit einem Vulkanausbruch dazwischen funkt. Türme müssen noch sorgfältiger vorbereitet sein. Doch Achtung, was man selbst vorbereitet, kann dem Gegner nutzen. Taluva ist im Kern ein abstraktes Spiel, welches durch seine grandiose Gestaltung gar nicht danach aussieht und sich dementsprechend nicht wirklich danach anfühlt. Wie ein Santorini heute, kann eine tolle Ausstattung viel rausreißen. Und wer einmal so ein dickes Taluva-Plättchen in der Hand hatte, will nie mehr dünnere Plättchen.

Platz 3: A Few Acres of Snow

A Few Acres of Snow Cover – Treefrog Games

Wie spät habe ich dieses Spiel für mich entdeckt. Wie lange ließ ich mich von Berichten im Netz über den Hallifax-Hammer abschrecken. Wie doof war ich nur! A Few Acres of Snow ist out of print, aber ein echtes Highlight und ich wünsche mir sehnlichst, dass davon eine hübsche Version mit Deluxe Material rauskommt – Roxley! Übernehmen Sie!

Was mache ich in A Few Acres of Snow?

Wer das namensgebende Buch kennt, weiß worum es geht. In A Few Acres of Snow spielen wir Briten gegen Franzosen an der Grenze zu und in Kanada.Der sog. Französisch – Indische Krieg von 1754 – 1763. Doch der Name geht nicht nur auf das Buch zurück, sondern auch auf Voltaires Worte zu König Ludwig, nachdem dieser ihm von dem Verlust Kanadas erzählte. „Ein paar Morgen Schnee“ sollte den Verlust relativieren. Ist nicht schlimm. Ist nur eisiges Gebiet. Was aber schlimm ist, ist wenn du A Few Acres of Snow noch nie gespielt hast. Dann gehe auf yucata.de und starte eine Partie! Kommen wir zurück zu dem „Was tue ich?“ – Also Briten gegen Franzosen. Direkt. Auf die Omme (Das hab ich in dieser Top10 schon öfter geschrieben oder? Vielleicht sollte ich eine Top10 zu Konfliktreichen Spielen machen…) Naja weiter. Wir steuern also eine Fraktion. Mittels Karten und die Karten sind sog. Multi-Use-Karten. Damit nehme ich Städte ein, entwickel Städte, breite mich aus um so die meisten Siegpunkte zu bekommen und das Spiel zu gewinnen.

Was macht A Few Acres of Snow besonders?

Eine ganze Menge! Allein der Mechanismus wie ich einen Ort besiedel. Die 1. Karte gibt an, von wo ich los gehe/ruder/segel. Die zweite Karte gibt an mit was und die dritte Karte brauche ich eventuell um einen Siedler mitzuschicken. Das sieht dann so aus, dass auf jeder Karte Orte abgebildet sind, mit entsprechendem Beförderungsmittel – das brauche ich um zu wissen, von wo ich wohin kommen kann. Unten auf jeder Karte sind dann Symbole. Zum Beispiel ein Schiff, ein Kanu oder auch ein Siedler oder Waffen. So muss ich die passenden Karten ausspielen um dahin zu kommen, wo ich hin will. Zusätzlich kommt hinzu, dass es zu jedem Ort auf dem Spielplan eine zugehörige Karte gibt. Die bekomme ich in mein Deck, sobald ich den Ort besiedel. Weitere Karten kann ich kaufen. Je erfolgreicher ich bin, desto dicker wird mein Deck und teilweise sind das echt nutzlose Karten. Weitere Karten kann ich mir mit Geld kaufen, was auch das eigene Deck wieder dicker macht. Verliere ich einen Ort durch Belagerung, verliere ich aber nicht die Karte dazu, ich darf sie nur nicht mehr nutzen – sie verstopft meine Hand. So entsteht eine geniale Dynamik, die sich mit Worten kaum beschreiben lässt. Jeder Zug, jedes ziehen, jede Aktion trieft vor Spannung. A Few Acres of Snow ist ein Meisterwerk!

Platz 2: Star Wars: Rebellion

Star Wars: Rebellion Cover – asmodee, Fantasy Flight Games

Imperium gegen Rebellen. Das Nachspielen der alten Triloge (mit Erweiterung inklusive Rogue One) wer wünscht sich das nicht. Die Umsetzung des Computerspiels ist ein Meisterwerk!

Was mache ich in Star Wars: Rebellion

Muss ich das wirklich noch beschreiben? Weiß das nicht jeder? Nein? Na gut, also in kurz: Das Imperium sucht die Rebellenbasis und will sie vernichten. Gerne auch mit dem Todesstern. Die Rebellen wollen Sympathien sammeln und lange genug durchhalten, um das Imperium zu vernichten. Dazu schicken wir unsere Anführer auf Missionen, fechten Raum- und Bodenkämpfe aus und erleben das volle Star Wars Programm!

Was macht Star Wars Rebellion besonders?

Zuerst: Das Setting und die Aufmachung. Die Grafik, das große Spielbrett, die Miniaturen. Da schlägt das Star Wars Herz einfach doppelt so schnell. Doch auch unter der Haube bietet das Spiel einzigartige Erlebnisse. Einmal erzählt es eine Geschichte. Eine extrem spannende Geschichte. Von Verrat, vom Scheitern, von Übernahmen und epischen Kämpfen und den kleinen Nadelstichen der Rebellen gegen ein übermächtiges Imperium. Wenn Darth Vader Obi Wan gefangen nimmt, damit dieser dann von Imperator Palpatine auf die dunkle Seite der Macht verführt werden kann, während Mon Mothma versucht sie zu retten, dann sind das ganz besondere Geschichten, epische Geschichten, die von einer grandiosen Partie berichten. Das mechanische System mit dem Planen der Missionen für einzelne Anführer, dem ausführen und verhindern der Missionen und das cinematische Kampfsystem (mit Erweiterung) tun ihr übriges. Da spielt man gerne Mal 2 bis 4 Stunden voller Spaß, Spannung und tollen Geschichten!

Platz 1: Gleichgewicht des Schreckens

Gleichgewicht des Schreckens Cover – UGG, GMT

Bei 2 Spielern eines meiner beiden Favoriten. Ja richtig. Es gibt einen 11. Platz und es gibt zwei erste Plätze. Ich kann mich partout nicht entscheiden, welches Spiel ich aktuell lieber habe. So berichte ich euch zuerst von Gleichgewicht des Schreckens. Die „ewige“ BGG Platz 1 (welche von Gloomhaven verstoßen wurde)…

Was mache ich in Gleichgewicht des Schreckens?

Quasi das Gleiche wie in Eiserner Vorhang. Die Supermächte USA und UdSSR kämpfen zusammen um Einfluss in der Welt. Das ganze aber nun in groß, in episch und in einfach unendlich genial. Card Driven Game at it’s best!

Was macht Gleichgewicht des Schreckens besonders?

Reicht alles als Antwort? Nein? Na gut, fangen wir Mal an. Es ist das Zusammenspiel von Mechanik und Thema. Card-Driven, Area Control und die ganzen kleinen Stellschrauben. Der Effekt, dass man ein Land kontrolliert und es der Gegner dann erst Mal schwerer hat, selbst dort Einfluss zu erlangen. Die Möglichkeit eines Putsches in einem Land.  Die Schlagzeilen-Karte zu Beginn einer Runde und die Gewissheit, dass man auch Karten spielen muss, deren Ereignisse einem nicht wohlgesonnen sind. Wenn ich bei allen anderen Spielen in der Liste davon gesprochen habe, dass jede Entscheidung spannend ist, dann ist bei Gleichgewicht des Schreckens jede Entscheidung ein ganzer Krimi inklusive Spannungskurve und manchmal völlig unerwarteter Auflösung. Gleichgewicht des Schreckens ist für mich ein Meisterwerk des Spieldesigns.

Platz 1: Brass Birmingham

Brass Birmingham Cover – Roxley

Brass: Birmingham, der Nachfolger des erfolgreichen Kohle bzw. Brass: Lancashire von Martin Wallace, herausgegeben von Roxley durch eine Kickstarter-Kampagne. Meine erste Kickstarter Kampagne an der ich teilgenommen habe. Kohle war spielerisch gut, aber potten hässlich. Brass Birmingham ist spielerisch besser und dazu noch exorbitant hübsch und grandios ausgestattet.

Was mache ich in Brass: Birmingham

Ich verdiene Geld. Das einzig wichtige ist Geld verdienen in einem komplexen Wirtschaftssystem des Großbritannien der industriellen Revolution.

Was macht Brass Birmingham besonders?

Die Gnadenlosigkeit, die Optik und der Kartenmechanismus. Brass: Birmingham ist gnadenlos. Ein guter Spieler spielt einen Anfänger komplett an die Wand. Brass: Birmingham lebt von der Erfahrung. Davon den Spielplan lesen zu können und die Situation darauf antizipieren zu können. Das Spiel ist hoch interaktiv. Festgefahrene Taktiken gibt es nicht. Geld verdienen funktioniert eben nicht immer gleich. Dann der Wechsel zwischen der Kanalära und der Schienenära, die das ganze Spiel nochmal auf den Kopf stellen kann. Brass ist komplex, aber nicht kompliziert. Zum Schluss kommt noch die kurze Spielzeit von 60 Minuten zu zweit. Einfach ein Genuss!

Jetzt seid ihr gefragt!

Was sind eure Top 2er-Spiele? Gerne auch: Was sind eure Flop 2er Spiele? Und was haltet ihr von meiner Liste? Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten!

Geschrieben von
Hi ich bin Alex '91 geboren und habe Boardgamejunkies ins Leben gerufen. Seit gut 5 Jahren liebe ich Gesellschaftsspiele und alles was damit zu tun hat und fröne dieser Leidenschaft hier. Mein Ziel? Gute Spiele spielen und besprechen und die Szene beleben und unterstützen.

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1 Kommentar

  1. TS war bis vor kurzem auch bei mir auf der 1. Der Hintergrund und das asymmetrische Spiel sind toll.
    Nachdem die letzten Partien aber allesamt aufgrund von extremen Würfel, bzw. Kartenglücks entschieden wurden, ist mir aufgefallen wie Oldschool das Spiel eigentlich designed ist.
    Oftmals ist in Runde 3 oder 4 schon mehr oder minder klar, wer das Spiel gewinnen wird. Sobald bestimmte Key Battlegrounds vergeben sind, ist es ein Kampf gegen Windmühlen für einen der Spieler.

    Danke aber für die Liste, da sind doch ein paar Spiele dabei, die ich noch nicht kenne.

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