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Angespielt: Civilization – A new Dawn

Civ in 60 Minuten?

Als Civilization: A New Dawn angekündigt wurde war ich ziemlch gehyped. Ein neues überarbeitetes Civilization? Mit Hexfeldern? Orientiert am Computerspiel Civilization VI? Klingt awesome!

Aktuell überarbeitet FFG ja einige Spiele und streamlined sie etwas. Unnötiger Ballast wird abgeworfen, die Spiele auf ihren Kern konzentriert. Das kann man mögen, muss man aber nicht. Ich lerne aktuell immer mehr Leute kennen, die Arkham Horror mehr mögen als Eldritch Horror – was ich absolut nicht nachvollziehen kann.

Was macht also das neue Civilization?

Kurz gesagt: Eurogame mit Civ Feeling in 60 Minuten. Wer ein richtiges Zivilisationsspiel erwartet, wird enttäuscht werden. Es ist ein kleines schnelles Spiel. Ein wettrennen mit Optimierung und nur leichtem Ameritrash einschlag beim Kampfsystem. Aber hey, Glück durch Würfeln gibt es auch in anderen Eurogames, das disqualifiziert das Spiel nicht als Eurogame.

Es gibt ganze 5 verschiedene Aktionen die man upgraden kann (Technologien erforschen). Es gibt ein Aktionstableau von 1 bis 5 sowie 5 Geländetypen von 1 (Wiese) bis 5 Berg. Das alles spielt zusammen. Die Aktionen liegen am Tableau. Je höher die Zahl an der die Aktion liegt, desto stärker ist die Aktion. Die Karawane z.B. kann nur durch Geländetypen laufen, die gleich oder kleiner der aktuellen Position ist. Steht die Aktion also auf der 4, und man löst die Aktion aus, kann man mit der Karawane nicht durch Berge (5) laufen lassen. Die Technologie-Karte gibt pro Slotplatz einen Technologiepunkt mehr. Wurde eine Aktion ausgelöst, wird sie auf Platz 1 geschoben und alle anderen Aktionen rücken 1 nach hinten und werden dadurch besser. Man optimiert also seinen Ablauf. Plant und überlegt wie man die drei zufälligen Spielziele am besten erreicht.

Es gibt nur noch Städte, Karawanen und Kontrollmarker. Von Städten und Kontrollmarkern aus kann man Gegner angreifen. Einheiten in dem Sinne gibt es nicht. Man hat eine Grundstärke abhängig von der Position der Karte und würfelt. Der Gegner hat eine Verteidigung abhängig vom Geländetyp (Wiese 1, Berg 5) und würfelt. Bei Gleichstand gewinnt der Verteidiger. Hat der Angreifer den höheren Wert sind entweder der Barbar zerschlagen, die Stadt des Gegners übernommen (oder der Stadtstaat) oder der Kontrollmarker des Gegners umgedreht.

Erster Eindruck

Die Zivilisation entwickelt man über das Bauen von Wundern, das bauen von Städten, das Legen von Kontrollmarkern und das Erforschen besserer Aktionskarten. Neben dem Optimieren kommt also immer noch Civ-Feeling auf und das innerhalb von 60 Minuten. Ja es befriedigt nicht mein Gefühl nach einem richtigen Civ Spiel. Aber wenn ich nur 60 Minuten habe, wäre das Spiel definitiv ganz vorne!

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Alexander

Hallo, ich bin der Alex, 1991 geboren und habe Boardgamejunkies ins Leben gerufen. Seit gut 5 Jahren liebe ich Gesellschaftsspiele und alles was damit zu tun hat und fröne dieser Leidenschaft hier. Mein Ziel? Gute Spiele spielen und besprechen und die Szene beleben und unterstützen.

2 Kommentare

  1. Hallo,
    mhh ja ich hatte das Spiel auch auf meiner Want-Liste für 2018. Einfach weil das erste Civilisation viel zu lang dauert. Allerdings geht mir dieses hier etwas zu kurz. Und das K.O-Kriterium ist, dass es kein gescheites Militärsystem enthält. Ein Ziviliationsspiel ohne Krieger die man bewegen kann, ist irgendwie nicht komplett. Schade.

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