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Angespielt: Clans of Caledonia

Ein wilder Mechanismen Mix im Whisky Fass

Endlich konnte ich Clans of Caledonia spielen. In einer 4er Partie bestehend aus 4 Neulingen durfte ich Milch melken, Käse herstellen und Whisky brauen. Doch wie gefiel mir das ganze?

Erst Mal kurz vorweg: Clans of Caledonia ist ein Kickstarter Projekt vom Autoren Juma Al JouJou (Karma Games). Das Spiel hat einige Vorlagen und ist quasi ein Mix der beliebtesten Mechanismen des Autors.

So findet sich mit dem Spielertableau, der Produktion und dem Bonus für angrenzende Spieler, die einzelnen zufälligen Rundenwertungen, sowie die einzigartigen Fähigkeiten der Clans eine ganze Menge Terra Mystica wieder, während die Spielbrettteile einem aus Kingdom Builder bekannt vor kommen. Die Häfen erinnern an Die Siedler oder die Spezialfelder bei Kingdom Builder und ein Markttableau mit beeinflussbaren Preisen ist sicher auch nicht unbekannt.

In Clans of Caledonia wollen wir also der erfolgreichste schottische Clan sein. Jeder Clan hat eine Spezialfähigkeit. Mein Clan konnte in der Produktionsphase Milch für 8 Geld abgeben – immer. Die Strategie war also klar: Milch produzieren und dann abgeben für Bares. Mit dem Baren dann nach Möglichkeit auf die Rundenwertungen hinarbeiten. Klingt einfacher als erst gedacht.

Da ich die Vorbilder Spiele gut zu kennen meine, hatte ich mit dem Einstieg in Clans of Caledonia keinerlei Probleme. Allerdings bot mir das Spiel auch nichts neues. Ein guter Mix aus altbekanntem offenbarte sich hier. Im Laufe des Spiels machte ich den typischen Fehler die Rundenwertungen zu unterschätzen und besonders 3 Punkte pro 2 am Rand liegender Gebäude knallte richtig rein, weil ich kein einziges Gebäude am Rand hatte – dort grasen Kühe wohl nicht so gerne – während meine Mitspieler sich voll und ganz auf den Rand konzentrierten.

So spielten wir vor uns hin, hin und wieder kam man sich, besonders bei den Preisen und dem Markt in die Quere. Auf dem Spielbrett wurde es zu 4. angenehm voll, so dass man durchaus überlegen musste, wo man seine Gebäude platziert um den Plan des Gegners zu unterstützen.

Am Ende wurde ich zweiter. Der auf Handel spezialisierte Clan machte einfach bei einer Wertung mehr Punkte. Ärgerlich, aber sehr vorhersehbar und dadurch auch planbar.

Clans of Caledonia macht meinem Eindruck nach nichts neues. Und das ist für mich sein größtes Problem. Jedes Mal, wenn ich Clans of Caledonia aus dem Regal holen wöllte, müsste ich überlegen ob ich nicht lieber Gaia Project oder Terra Mystica heraushole. Natürlich hat Clans of Caledonia noch andere Elemente wie das Markttableau. Meinem Eindruck nach, reißt es das aber nicht raus. Es fühlt sich wie eine Version von Terra Mystica an – aber dafür eine sehr gute! Zusätzlich finde ich manche Design-Entscheidungen anhand meines persönlichen Geschmacks fragwürdig. Das wäre einmal die Größe des ganzen Spiels. Es ist schon toll, dass das Spiel nicht viel Platz braucht, ich finde aber es geht teilweise zu Lasten der Spielbarkeit.

Werde ich Clans of Caledonia wieder spielen? Klar! Und das ist doch das wichtigste! 🙂

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Alexander

Hallo,
ich bin der Alex, 1991 geboren und habe Boardgamejunkies ins Leben gerufen. Seit gut 5 Jahren liebe ich Gesellschaftsspiele und alles was damit zu tun hat und fröne dieser Leidenschaft hier. Mein Ziel? Gute Spiele spielen und besprechen und die Szene beleben und unterstützen.

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